Autor Thema: Alten Füller identifizieren und reparieren  (Gelesen 12487 mal)

michael.kirchner

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Alten Füller identifizieren und reparieren
« am: 26. Oktober 2006, 23:27:27 »
Hallo,

meine Mutter hat von ihrem Vater einen Füller geerbt. Jahrelang war sie von seinen Schreibeigenschaften begeistert und hat all ihre Korrespondenz damit gemacht. Jetzt ist er ihr heruntergefallen und die Schreibspitze ist teilweise abgebrochen.

Kann man da was machen?

Leider weiß ich weder den Hersteller noch steht außer \"835\" etwas auf dem Füller drauf. Wenn überhaupt ist das einzige Merkmal die schwarze, kegelförmige Spitze auf der Kappe. Der Füller ist mindestens 60 Jahre alt.

Wenn euch selbst nichts einfällt, an wen könnte man sich noch wenden?

ich habe mal ein kleines Foto angehängt.


 

Michael

Peter

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #1 am: 27. Oktober 2006, 09:52:55 »
Hallo Michael

unter dem folgenden Link findest Du eine Liste mit Reparaturexperten: http://community.fountainpen.de/index.php?option=com_weblinks&catid=84&Itemid=4

Wenn aber die Feder abgebrochen ist, gibt es wohl keine andere Möglichkeit, die Feder mal zu http://www.nibs.com zu schicken... ich glaube nicht, dass das sonst jemand reparieren könnte :unsure:

Gruß
Peter

penparadise

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #2 am: 27. Oktober 2006, 12:43:04 »
Moin Michael,

so, wie der Füllfederhalter auf dem Foto liegt, kann ich auch nicht erkennen, um was für ein Fabrikat es sich bei diesem Stück handeln könnte.

Könntest Du bitte noch mal den Clip der Kappe und das Vorderteil mit der Feder von oben fotografieren und zeigen?!?

Anhand der sehr kleinen, verdeckten Feder könnte es sich entweder um einen Parker oder um ein französisches Produkt handel - jedoch spricht die Blindkappe am Schaftende nicht unbedingt für den einen wie das andere...

Eine Feder zu reparieren ist sicherlich möglich, aber doch sehr teuer. Preiswerter wäre es in jedem Fall, eine neue (sprich alte aber heile) Feder zu suchen und einzusetzen. Vielleicht passt eine Feder vom \"Parker 51\", die recht leicht zu finden ist.
Für mechanische Instandsetzungen ist www.maxpens.de sicherlich ein guter Tipp.

Die 835 ist eine Punzierung und gibt den Silberfeingehalt des Gehäuses an.  Eine 835er Legierung ist jedoch bei Schreibgeräten recht ungewöhnlich und deutet m.E. auf eine Juweliersarbeit, nicht jedoch auf eine so von einem Hersteller ab Werk gelieferte Ausführung hin. Dann wäre es auch verständlich, dass keine Markenbezeichnung auf dem Schreibgerät zu finden ist.

Mit besten Grüßen,
Axel
LG Axel

Montblanc-Sammler seit 1968.
Spezialgebiete:
Alles von 1906 - 1939,
Meisterstücke 1924 - 1959,
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michael.kirchner

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #3 am: 27. Oktober 2006, 13:57:31 »
@Peter

Zitat

unter dem folgenden Link findest Du eine Liste mit Reparaturexperten:
http://community.fountainpen.de/index.php?option=com_weblinks&catid=84&Itemid=4

Wenn aber die Feder abgebrochen ist, gibt es wohl keine andere
Möglichkeit, die Feder mal zu http://www.nibs.com zu schicken... ich
glaube nicht, dass das sonst jemand reparieren könnte


Vielen Dank. Aber ich werde den Restaurateuren doch wohl einen
Markennamen sagen müssen? Oder können die immer alles reparieren?

Und bei Nips hatte ich den Eindruck, dass die die Feder \"neu
beschleifen\". Aber kann man das mit allen Federn machen? Oder nur mit
den großen, ausladenden Federn, wie sie auf den meisten Fotos drauf
sind?

Und ganz praktisch: ich bekomme die Feder nicht aus dem Stift heraus.
Das einzige, was ich abbekomme ist die Kappe hinten, dann öffnet sich
ein Radel, mit dem man wohl Tinte aufsaugen kann.


@Axel

Zitat

so, wie der Füllfederhalter auf dem Foto liegt, kann ich auch nicht
erkennen, um was für ein Fabrikat es sich bei diesem Stück handeln
könnte.

Könntest Du bitte noch mal den Clip der Kappe und das Vorderteil mit der
Feder von oben fotografieren und zeigen?!?




Ich hoffe so ist es besser, anstonsten frage nochmal nach. Nur ist
wirklich nicht viel zu sehen.  Besonders von der Spitze nicht. Die ist
fast völlig versunken. Und neben der Zahl steht nichts auf dem Clip.

Zitat

Eine Feder zu reparieren ist sicherlich möglich, aber doch sehr teuer.
Preiswerter wäre es in jedem Fall, eine neue (sprich alte aber heile)
Feder zu suchen und einzusetzen. Vielleicht passt eine Feder vom \"Parker
51\", die recht leicht zu finden ist.  Für mechanische Instandsetzungen
ist www.maxpens.de sicherlich ein guter Tipp.


Danke für den Tip. Aber wo findet man solche Federn? Auf dem Flohmarkt?
Oder gibt es Händler? (Abgesehen davon, dass ich nicht weiß, wie genau
die Feder aussieht, weil ich sie ja nicht herausbekomme.)

Und maxpens - ich habe mir mal die Webseite angeschaut, aber sie scheint
mir recht stark auf Montblanc konzentriert zu sein. Glaubst du der
Restaurateur dort würde auch den Füller meiner Mutter annehmen?

Zitat

Die 835 ist eine Punzierung und gibt den Silberfeingehalt des Gehäuses
an. Eine 835er Legierung ist jedoch bei Schreibgeräten recht
ungewöhnlich und deutet m.E. auf eine Juweliersarbeit, nicht jedoch auf
eine so von einem Hersteller ab Werk gelieferte Ausführung hin. Dann
wäre es auch verständlich, dass keine Markenbezeichnung auf dem
Schreibgerät zu finden ist.


Jup, sowas habe ich mir auch schon gedacht. Was die Sache natürlich
nicht einfacher macht.


In jedem Fall vielen Dank für deine Hilfe.

michael.kirchner

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #4 am: 27. Oktober 2006, 14:00:54 »
so, jetzt klappen hoffentlich auch die Bilder.

michael.kirchner

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #5 am: 27. Oktober 2006, 14:03:27 »
Nein, leider nicht, diesmal waren sie zwar schmal genug, aber zusammen zu groß.
Wenn das so weitergeht bekomme ich vermutlich noch richtig Karma, aber negatives. :(



Post geändert von: michael.kirchner, am: 27/10/2006 14:07

michael.kirchner

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #6 am: 27. Oktober 2006, 14:05:29 »
und nochmal

 

penparadise

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #7 am: 30. Oktober 2006, 13:19:20 »
Moin Michael,

Tja, das Gehäuse ist damit ziemlich eindeutig eine Juweliersarbeit.

Bezüglich der Reparaturmöglichkeiten solltest Du allerdings besser die Reparateure selber und direkt fragen und auch, ob sie ggf. eine Ersatzfeder haben oder besorgen können. Die Fragen kann ich Dir nicht beantworten.

Mit bestem Gruß,
Axel
LG Axel

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michael.kirchner

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #8 am: 30. Oktober 2006, 17:25:52 »
In jedem Fall vielen Dank.

Michael

michael.kirchner

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #9 am: 13. Dezember 2006, 00:23:07 »
Hallo ihr Experten,

inzwischen habe ich mich entschlossen mal etwas an der Feder zu ziehen und tatsächlich, dabei ist sie losgekommen. Nachdem ich  sie etwas von Tinte befreit hatte, kam das Goldstück zutage, dass ihr auf den Bildern seht.

Auf der Vorderseite sieht man unter dem Sonne/Mond/Auge Symbol eine \"14K\" und die Ziffernfolge \"585\". Auf der  Rückseite ist ein \"3H\" zu sehen.

Die ganze Feder ist 21 mm lang, zwischen 4,2 und 3,9 mm breit und 1,6 mm hoch.

   


   

   
Ist das vielleicht ein Standardmass? Etwas, was heute noch bestellbar ist? Hättet ihr Bezugsquellen?

Es tut mir leid, wenn diese Fragen naiv sind und die Antwort leicht zu ergoogeln wäre, aber ich kenne mich
überhaupt nicht mit Schreibgeräten aus und wüßte nicht, wo ich zu suchen anfangen sollte. Vielen Dank für eure Hilfe.

Michael

Post geändert von: michael.kirchner, am: 13/12/2006 00:32

penparadise

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #10 am: 13. Dezember 2006, 01:11:48 »
Moin Michael, (noch so ein \"Nachtarbeiter\"?)

ich habe dieses Symbol schon mal irgendwo gesehen, auf einer Feder oder sonstwo - komme aber jetzt nicht drauf. Ich bin mir aber zunehmend sicher, dass es sich bei dem Stück doch um eine deutsche Produktion (aus Pforzheim?) handelt.

Eines ist aber sicher, dass Du diese Feder heute nicht mehr irgendwo bestellen kannst. \"Standardmaße\" gab und gibt es bei Federn nicht. Jeder Hersteller hat da sein eigenes \"Süppchen\" gekocht und nur wenige waren (oder sind) so klever wie LAMY, die eine Federgröße für fast alle Modelle nehmen (oder genommen haben).
Dennoch wird so eine Feder irgendwo zu finden sein. Ich bin sicher, dass renomierte Restaurateure eine passende Feder in ihrer Kiste haben werden. - Stefan Wallrafen aus Köln zum Beispiel. (Aber der wird Dir wohl u.U. den Füllhalter abkaufen wollen.)
Auch Tom Westerich könnte eine Feder haben. Aber da wirst Du wohl am besten auf der nächsten Sammlerbörse fündig werden (Siehe unter Latest News).

Mit besten Grüßen,
Axel
LG Axel

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michael.kirchner

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #11 am: 13. Dezember 2006, 13:27:44 »
Hallo,

vielen Dank für die Informationen zu den (nicht vorhandenen) Standardmassen.

Das Symbol ist das alte Logo der Degussa.

http://www.degussa-geschichte.de/geschichte/de/firmenzeichen/degussa/

Die drei Restaurateure, denen ich die Bilder geschickt habe, haben übrigens ganz andere Ideen zu der Herkunft.
Tschechei - Ripet oder evtl. Parker sind noch im Rennen. Infos zum Federvorrat stehen noch aus.

Verkaufen kann ich selbst nicht, der Stift gehört meiner Mutter. Und die würde sich wohl nicht davon trennen wollen.


Michael

STIFT

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #12 am: 01. Januar 2007, 09:34:14 »
hallo und einmal ein frohes neues jahr an alle im forum!!
ja das könnte eventuel ein centropen sein wie schon geschrieben wurde aus tschechien.

mehr kann ich sagen wenn du mir sagen könntest was da für  punzen drauf sind.
wenn es ein centropen ist dann sollte die tschechische punzierung drauf sein dh. ein art ziegenkopf.
ist natürlich nicht jetzt leicht was ich von dir will.
ich beschäftige mich auch nebenbei mit antikschmuck,und
da ist es für mich nicht schwer etwas zu erkennen.
also ich hoffe du kommst damit weiter.
mlg
harald-stift

MB169

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #13 am: 01. Januar 2007, 16:40:58 »
Hallo zusammen und ein gesundes Neues Jahr.

Habe in diesem Forum einen Füller gefunden, der dem gesuchten in etwa ähnlich ist. Zumindest die Spitze der Kappe. Zu finden unter: Limited Editions - DDR-Schreibgeräte - Markant 390.

Gruß MB169

Post geändert von: MB169, am: 01/01/2007 16:42

michael.kirchner

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Re:Alten Füller identifizieren und reparieren
« Antwort #14 am: 01. Januar 2007, 20:18:42 »
Zitat

Habe in diesem Forum einen Füller gefunden, der dem gesuchten in etwa ähnlich ist. Zumindest die Spitze der Kappe. Zu finden unter: Limited Editions - DDR-Schreibgeräte - Markant 390.


Wunderbar. Ein erstes Bild, in dem zumindest die Kappe mal auftaucht. Und die Form ähnlich ist. Danke. Auch wenn ich jetzt noch nicht weiss, wie ich weiter vorgehen sollte.

Zitat

a das könnte eventuel ein centropen sein wie schon geschrieben wurde aus tschechien.
mehr kann ich sagen wenn du mir sagen könntest was da für punzen drauf sind.


Punzen?

In jedem Fall sind keine Ziegenköpfe drauf.