Autor Thema: PARKER VACUMATIC  (Gelesen 3337 mal)

steiner

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PARKER VACUMATIC
« am: 13. Dezember 2005, 18:07:10 »
Hallo liebe Sammler,

zugegeben, ich bin kein Experte, was alte und nicht-Montblanc Schreibgeräte angeht, aber vielleicht kann ja jemand von Euch diesem Sammler helfen?
Ich habe die folgende Email bekommen....


Zitat
Hallo, ich bin ratlos ! Eigentlich Sammler von Drehbleistiften habe ich jetzt einen \"PARKER VACUMATIC\" geerbt. Der Füller sieht ungebraucht aus. Ich erkenne folgende Angaben: Made in Canada, Pat. No.318982,REG.T.M\'S. Mein Problem ist, ich weiß den Füller nicht zu füllen. Unter der rückwärtigen Schraubkappe kann man eine Alu -Hülse auslösen, die sich mit Federkraft herausschiebt und die man gegen den Federdruck wieder arretieren kann. Bei dieser Vorgehensweise nimmt der Füller aber keine Tinte auf. Die Feder ist übrigens 14 K, bicolor.
Für eine Aufkärung wäre ich sehr dankbar.
MfG H. G.


Viele Grüße
Michael
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penparadise

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Re:PARKER VACUMATIC
« Antwort #1 am: 13. Dezember 2005, 19:42:16 »
... da muss ein \"Luftloch\" sein, was zum Befüllen mit dem Finger abgedeckt werden muss, weil sonst kein Vakuum entstehen kann ...
LG Axel

Montblanc-Sammler seit 1968.
Spezialgebiete:
Alles von 1906 - 1939,
Meisterstücke 1924 - 1959,
Limiteds 1992 - 2006.
bitte keine PMs schicken

hotap

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Re:PARKER VACUMATIC
« Antwort #2 am: 13. Dezember 2005, 20:55:56 »
Hallo zusammen,

ich bin ja nicht der große Füllhalterexperte und lerne selber noch.
Aber ich habe schlaue Bücher, eine liebe Freundin in unserer Dortmunder Sammler-Stammtisch-Runde, die mich etwas über einen Parker Vacumatic aufgeklärt haben.

Hoffentlich beschreibe ich jetzt alles richtig: Wenn nicht, werden und können mich unsere Experten berichtigen.

Also:
Der Vacumatic besitzt weder einen Tintensack noch einen Kolben. Befüllt wird er durch eine Art Stößel und einem Luftrohr.
Das geschieht folgendermaßen. Der Stößel (oder wie H.G. schreibt, eine Aluhülse) drückt sich durch ein Diaphragma oder auch Gummimembrane in den Schaft. Dadurch entweicht die Luft durch das Luftrohr. Lässt man nun den Stößel los und zieht das Diaphragma zurück, entsteht ein Vakuum, durch das die Tinte über den Tintenkanal ins Innere gesogen wird.
( Natürlich nur, wenn sich Feder plus Tintenleiter in einem gefüllten Tintenbehälter befindet. :whistle: Entschuldigung. )

Dieses System hat die Firma Parker wohl Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts als Patent übernommen und auf den Markt gebracht.

Im Buch „Füllfederhalter“ (dt. Ausgabe) von Andreas Lambrou befindet sich auch eine entsprechende Schnittzeichnung des Vacumatic.
Aber ich weiß nicht, ob ich das einfach scannen kann, um dann das Bild hier einfügen darf? Urheberschutz?

ich selber besitze auch einen Parker Vacumatic mit den gleichen Angaben Made in Canada und der Nummer 318982. Und meiner funktioniert nicht, da das Diaphragma nicht mehr in Ordnung ist.

So, das war’s und ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.

Viele Grüße
Günter