Autor Thema: Federwahl für Kalligraphieeffekt  (Gelesen 16334 mal)

areich

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Federwahl für Kalligraphieeffekt
« am: 01. November 2005, 13:50:18 »
Moin zusammen,

ich möchte gerne einen Gebrauchsfüller nutzen, dessen Feder einen leichten Kalligraphieeffekt erzeugt. Habe vor einem Jahr etwa einen OM-Füller in einer MB-Boutique getestet, kam aber nicht sofort zurecht. Ich denke, man braucht etwas Übung, um damit umgehen zu lernen. Ärgere mich jetzt, daß ich nicht mehr Schreibversuche mit dem Füller gemacht habe.

Würdet Ihr mir denn generell einen Montblanc zu diesem Zwecke empfehlen, oder eine andere Marke? Es soll, wie gesagt, ein \"leichter\" Kalligraphieeffekt entstehen, also Strichstärke M oder B würden ausreichen. Die Schrift sollte in etwa so aussehen können:
http://i1.ebayimg.com/01/i/05/40/b2/e0_1_b.JPG

Grüße
Alex
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prantello

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Re:Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #1 am: 01. November 2005, 15:36:54 »
Hallo Alex,

ich habe an meinem Carnegie auch mal eine B-Feder ausprobiert und war nicht so begeistert.

Dann habe ich einen alten LeGrand (noch einen von den Kurzen) mit einer sehr gut eingeschriebenen B-Feder bekommen, von dem ich richtig begeistert bin.

Leider habe ich ihn einem Freund gegeben, der sich aus allen meinen Füllern den aussuchen durfte, der ihm am besten gefällt. Das ausschlaggebende Kriterium für ihn war die Feder ;-)

Mein \"Geheimtip\" ist somit ein alter gut eingeschriebener Füller mit OM- oder OB-Feder.

Viele Grüße
Sven

Hugo

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Re:Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #2 am: 01. November 2005, 18:42:30 »
Hallo Alex
Wenn ich mir Dein Beispiel so anschaue, ist es mit einem leichten Kalligraphieeffekt aber nicht getan. Auch würde ich sagen, dass Dir hier keine scharf geschliffene Feder weiter helfen kann sondern, dass Du eher eine sehr flexible Feder brauchst. Solche Federn werden aber keine mehr hergestellt, so daßß Du wohl einen alten Füllhalter finden mußt, der Deinen Schreibgewohnheiten entgegenkommt. Da kann ich Dir allerdings keinen Rat geben.

Einen Kalligraphieeffekt habe ich bislang am ehesten mit meinem Aurora mit BB-Feder bekommen, wobei ich gelesen habe, dass die \"Italic\" und die \"Stub\" von Aurora die etwas weniger scharfen Geschwister dieser Feder seien. Das habe ich aber nicht getestet.
Dem was eine flexible Feder am ehesten ist dürfte wohl die Notenfeder des OMAS Filarmonica am nächsten kommen. Allerdings ist der Füller nicht billig und nur noch schwer zu bekommen.

Bleibt noch der langsamste aber durchaus nicht teuerste Weg des Umschleifens eines Standardfüllers durch einen Nibmaster. Im Internet gibt es zwei, die beide sehr gut sind.
Von Richard Binder habe ich einen Pelikan M200 mit einer auf Cursiv Italic umgeschliffenen BB Stahlfeder. Der Füller ist absolut klasse und ich ärgere mich keinen teureren Füller genommen zu haben und dessen Feder frisieren zu lassen. Die Webseite von Mr. Binder ist:
http://www.richardspens.com/
Die von Mr. Mottishaw, von dem ich allerdings keinen aufgearbeiteten Füller habe, der aber ebenfalls einen sehr guten Ruf hat ist:
http://www.nibs.com
Und eine billige Version, zum erst mal Testen,ist immer der Lamy Joy. Wenn man das etwas edler haben möchte kann man dessen Federn auf einen Lamy Accent oder einen Lamy Studio (aber nur auf die Versionen mit Stahlfeder !) umsetzen lassen. Das geht problemlos. Mit dem Accent habe ich das schon getestet.

Ich hoffe das hilft Dir etwas weiter.

Gruß
Hugo

areich

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Re:Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #3 am: 02. November 2005, 10:53:20 »
Hallo Hugo, hallo Sven,

vielen Dank für die Anmerkungen und Tipps. Nun stellt sich nur noch die Frage, was der Lamy Joy (den ich lustigerweise bei meiner Freundin im damaligen Krempel ihrer Ausbildungssachen gefunden habe) für eine Federbreite hat; die Feder schreibt nämlich ziemlich gut. Es steht Lamy und 15 drauf B) .
Ein Aurora mit \"Stub\"-Feder wäre auch sehr interessant, habe ich aber bisher nie im Ebay gesehen. Die \"Italic\" Feder ist mir bestimmt zu kratzig wegen den scharfen Ecken.
Die Abhandlungen von Hrn Binder über Federn kannte ich bereits, sehr interessant geschrieben. Hatte allerdings nie darauf geachtet, daß er selbst Federn \"frisiert\".

Vielen Dank nochmal
Alex
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penparadise

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Re:Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #4 am: 02. November 2005, 14:54:34 »
Moin Alex und alle anderen,

der Brief ist eindeutig mit einer historischen, flexiblen, feinen Feder geschrieben worden.  Diesen Effekt kann man mit den heutigen Federn weder erzielen noch annähernd erreichen.

Vor der Kugelschreiberzeit, also vor 1950, waren die Schreibfedern generell flexibler.  Danach waren die Hersteller gezwungen, steifere Federn herzustellen. Das Schreiben mit dem Kugelschreiber erfordert nun mal einen kräftigen Druck und die Menschen übten diesen Druck jetzt auch bei den Füllfederhaltern aus - mit der Folge, dass sie die Federn dauerhaft verbogen...

Wenn Du also \"richtig\" kalligraphisch schreiben willst, müsstest Du Dir einen Füllfederhalter aus den 20er oder 30er Jahren (oder noch älter) zulegen, der mit einer flexiblen EF-Feder ausgestattet ist. Waterman hat um 1900/1910 die besten Flex-Federn hergestellt, die ich kenne.
Das Schreiben erfordert allerdings eine intensive Übung, denn die ausdrucksvollen Strichvariationen bekommt man nur mit unterschiedlichem Druck hin und der sollte immer an den gleichen Stellen ausgeübt werden, sonst sieht\'s \"grausam\" aus.

Die Federn, die man heute als Kalligraphie-Federn ausgibt, sind fast immer einfache Stahlfedern.  Sie sind breit und haben ein flach geschliffenes Schreibkorn. Je kräftiger man einen Strichunterschied sehen will, je breiter muss die Feder sein.  LAMY bietet dafür drei Stärken an: 1,1mm, 1,5mm und 1,9mm (Bezeichnung 1,1 - 1,5 und 1,9 auf der Feder).  Auch von Sheaffer (sehr gut) gibt es sogenannte Kalligraphie-Füllhalter.  Rotring Script wäre aber auch eine (allerdings m.E. weniger gute) Alternative.

Massiv goldene Kalligraphie-Federn gibt es heutzutage mit dieser Bezeichnung nicht.  \"Stub\"-Federn sind es, die dafür genommen werden.  Auch sie sind breit und haben ein flach geschliffenes Schreibkorn.
(Bei Aurora werden Stub-Federn jedoch irreführend als OBB bezeichnet.)

OM, OB und B Federn sind i.d.R. für ein kalligraphisches Schreiben weniger geeignet. Die Strichstärkenunterschiede sind zu gering. Bei OBB, O3B, BB und 3B Federn kann man allerdings schon einen Kalligraphieeffekt sehen, wenn das Schreibkorn nicht zu rund ist.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass viele glauben, mit einer abgeschrägten (O..) Feder einen besseren Kalligraphieeffekt erzielen zu können. Dies ist leider falsch.
Abgeschrägte Federn sind nur für die Menschen gedacht, die mit einer breiteren Feder schreiben wollen und die Feder nicht rechtwinklig sondern leicht nach innen gedreht auf das Papier aufsetzen.  Sie haben keinen anderen Strich als eine gerade Feder, denn nicht Abgeschrägtheit gibt einen unterschiedlichen Auf- und Abstrich sondern ausschließlich die Flachheit des Schreibkorns.
Diese unterschiedliche Handhaltung einer Feder spielt bei einem rund geschliffenen Schreibkorn keine Rolle, sie wirkt sich nur bei flacher geschliffenem Schreibkorn aus und daher wird eine abgeschrägte Feder auch nur bei breiten Federn und bei einer \"schrägen\" Haltung benötigt.

Und noch etwas:
Heute drehen die Menschen beim Schreiben das Schreibgerät (kommt auch vom Kugelschreiberschreiben). Daher verkanntet eine breite Feder des öfteren beim Schreiben und ein Abriss des Tintenflusses bzw. ein Kratzen der Feder ist die Folge.
Eine breit(ere) Feder bedingt also auch ein exaktes Führen derselben auf dem Papier - und das muss von vielen auch erst wieder geübt werden.

Noch Fragen?

Dann stellt sie bitte und ich werde mich bemühen, darauf eine Antwort zu geben.

Besten Gruß,
Axel

Post edited by: penparadise, at: 2005/11/02 14:55
LG Axel

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penparadise

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Re:Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #5 am: 02. November 2005, 14:54:39 »
... kam doppelt ...

Post edited by: penparadise, at: 2005/11/02 14:55
LG Axel

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FLP

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Re:Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #6 am: 03. November 2005, 16:06:47 »
Hi Alex!
Wenn es nicht unbedingt ein Montblanc sein soll und der Kalligraphieeffekt nur gering sein soll, dann würdeich dir eine Cartier Louis Cartier mit einer Calligraphique-Feder empfehlen. Ich habe selber eine solche Feder in meinem Art Deco Dandy und bin begeistert. Wenn du willst kann ich dir eine Schriftprobe schicken (leider nur abphotographiert, da mein neuer PC meinen Scanner nicht mehr unterstützt).
Wenn du dir etwas besonderes gönnen willst, kannst du dir auch einen speziellen Kalligraphiefüller von Cartier kaufen.
Viele Grüße
 Frederik

hotap

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Re:Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #7 am: 03. November 2005, 20:22:52 »
Hallo Axel,

eine Frage habe ich nicht. Sondern nur ein großes Lob für Dich!! :)

Deine Antwort auf Alexanders Frage wegen der Kalligrafiefeder fand ich (natürlich neben Deinen anderen Antworten auf unsere Fragen) einfach SUPER.

Ich wollte, ich könnte alles behalten, was ich in meiner bisherigen 3-jährigen Füllfederhalter-Sammelzeit gelesen, gelernt oder auch gesagt bekommen habe.

Würde sich dieser Artikel von Dir nicht auch hervorragend als Artikel in der Rubrik „Federn – Nibs hier im Forum machen?
Bevor er in die Tiefen des Forums verschwindet?

Viele Grüße
Günter

areich

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Re:Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #8 am: 05. November 2005, 09:40:15 »
Vielen, vielen Dank für die netten, interessanten und aufschlußreichen Ausführungen an alle Beteiligten.
Ich denke, ich durchforste Ebay und poste mal den ein oder anderen Link eines alten Waterman und wäre äußerst froh, wenn Axel mir dann an- oder abraten würde.

Einen netten Gruß an die Runde
Alex
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mackevin

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Re:Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #9 am: 01. Januar 2006, 15:49:42 »
penparadise wrote:
Zitat
...müsstest Du Dir einen Füllfederhalter aus den 20er oder 30er Jahren (oder noch älter) zulegen, der mit einer flexiblen EF-Feder ausgestattet ist...


Ist mit EF die Federbreite gemeint im Sinne von EF, F, M, B, BB, oder etwas anderes, da

Zitat
...LAMY bietet dafür drei Stärken an: 1,1mm, 1,5mm und 1,9mm ...


die Federbreiten der ausgewiesenen Kaligraphiefedern ja doch deutlich breiter sind als \"EF\" Federn z.B. von MB.

Zitat

...OM, OB und B Federn sind i.d.R. für ein kalligraphisches Schreiben weniger geeignet. Die Strichstärkenunterschiede sind zu gering. Bei OBB, O3B, BB und 3B Federn kann man allerdings schon einen Kalligraphieeffekt sehen, wenn das Schreibkorn nicht zu rund ist...


Wie sieht es denn da in den aktuellen Federserien von MB mit der Rundung des Schreibkorns aus?

Zitat

...Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass viele glauben, mit einer abgeschrägten (O..) Feder einen besseren Kalligraphieeffekt erzielen zu können....

... Sie haben keinen anderen Strich als eine gerade Feder, denn nicht Abgeschrägtheit gibt einen unterschiedlichen Auf- und Abstrich sondern ausschließlich die Flachheit des Schreibkorns...


Naja, wenn ich mit meiner OB Feder von MB (149\'er, 18 K) ein Druckschrift H oder F schreibe, kann ich allerdings schon sehen, dass die horizontalen Striche etwas breiter sind als die vertikalen. Das springt einem zwar nicht direkt ins Auge, wenn man aber darauf achtet, sieht man es schon. Deutlicher wird es, wenn ich den gleichen Text mit einer M Feder unter die Schriftprobe schreibe. Hier ist der Strich immer gleich stark.

Zitat
...und die Feder nicht rechtwinklig sondern leicht nach innen gedreht auf das Papier aufsetzen...


Das mache ich auch, nicht aber um primär einen Kaligraphie zu erzeugen, sondern um beim Schreiben die schöne Feder stets im Blick zu haben (kein Scherz!).

Viele Grüße,
Kevin
Der Ball ist rund, das Spiel dauert 90 Minuten, alles andere ist Theorie!

penparadise

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Re:Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #10 am: 02. Januar 2006, 15:44:43 »
Moin Kevin,


Zitat
penparadise wrote:
Zitat
...müsstest Du Dir einen Füllfederhalter aus den 20er oder 30er Jahren (oder noch älter) zulegen, der mit einer flexiblen EF-Feder ausgestattet ist...


Ist mit EF die Federbreite gemeint im Sinne von EF, F, M, B, BB, oder etwas anderes, da die Federbreiten der ausgewiesenen Kaligraphiefedern ja doch deutlich breiter sind als \"EF\" Federn z.B. von MB.


Ja, ich meine sehr wohl eine \"extra feine\" Feder, aber eine flexible (!), die durch den Schreibdruck und der damit verbundenen Spreitzung (bis zu BBB ) einen unterschiedlich breiten Strich liefert.

Zitat
Zitat

...OM, OB und B Federn sind i.d.R. für ein kalligraphisches Schreiben weniger geeignet. Die Strichstärkenunterschiede sind zu gering. Bei OBB, O3B, BB und 3B Federn kann man allerdings schon einen Kalligraphieeffekt sehen, wenn das Schreibkorn nicht zu rund ist...


Wie sieht es denn da in den aktuellen Federserien von MB mit der Rundung des Schreibkorns aus?


das hatte ich m.E. ausführlich beschrieben.

Zitat
Zitat

...Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass viele glauben, mit einer abgeschrägten (O..) Feder einen besseren Kalligraphieeffekt erzielen zu können....

... Sie haben keinen anderen Strich als eine gerade Feder, denn nicht Abgeschrägtheit gibt einen unterschiedlichen Auf- und Abstrich sondern ausschließlich die Flachheit des Schreibkorns...


Naja, wenn ich mit meiner OB Feder von MB (149\'er, 18 K) ein Druckschrift H oder F schreibe, kann ich allerdings schon sehen, dass die horizontalen Striche etwas breiter sind als die vertikalen. Das springt einem zwar nicht direkt ins Auge, wenn man aber darauf achtet, sieht man es schon. Deutlicher wird es, wenn ich den gleichen Text mit einer M Feder unter die Schriftprobe schreibe. Hier ist der Strich immer gleich stark.


Ja, man darf aber nicht Äpfel mit Birnen - bzw. mittlere mit breiten Federn vergleichen.  Ob abgeschrägt oder nicht ist bei gleicher Federkornstärke und flach geschliffenem Korn dieses nicht für einen stärkeren oder geringeren Kalligraphie-Effekt entscheidend, sondern einzig und allein das flach geschliffene Korn, welches es bei Montblanc erst ab der B-Feder gibt.

Zitat
Zitat
...und die Feder nicht rechtwinklig sondern leicht nach innen gedreht auf das Papier aufsetzen...


Das mache ich auch, nicht aber um primär einen Kaligraphie zu erzeugen, sondern um beim Schreiben die schöne Feder stets im Blick zu haben (kein Scherz!).
[/quote]

Dann solltest Du allerdings mit einer links abgeschrägten Feder schreiben.

Besten Gruß,
Axel

Post edited by: penparadise, at: 2006/01/02 15:55
LG Axel

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richrichy

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Re:Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #11 am: 09. Januar 2006, 23:12:15 »
danke für dieses wunderbare thema!!!

jetzt verstehe ich auch, warum ich mit OB und OM super klar komme, aber mit B und BB ständig probleme habe: liegt also an der haltung und gewöhnung!

fleixible federn findet ihr übrigens auch sehr oft bei chinesischen füllern! und die sind nicht so teuer.

die effekte einer flexiblen und einer breiten feder sind sehr unterschiedlich! eine flexi-feder lässt sich aber (mit etwas übung) sehr schnell über das papier führen, mit OB kann ich eher langsam schreiben.

chiamsi

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Re:Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #12 am: 01. März 2006, 18:15:45 »
Ich verstehe zwar wenig von Kalligraphie, aber wenn ich eindrucksvoll schreiben möchte dann nehme ich einen ganz billigen Füllfederhalter, den Parallel Pen von Pilot. Den habe ich mal in einem Kalligraphie Forum gesehen.

Calligrahie-Füllfederhalter Parallel Pen, mit Schraubkappe, lasergeschnittene Edelstahlfeder

Gruß
Ernst

Post edited by: chiamsi, at: 2006/03/01 18:17

Post edited by: chiamsi, at: 2006/03/01 20:59

Winfried

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Re: Federwahl für Kalligraphieeffekt
« Antwort #13 am: 16. März 2009, 15:15:39 »
Hallo Alex,

den gleichen Wunsch verspürte ich auch, als ich mit dem Füller-Schreiben begann. Es sollte dieser schöne Calligraphie-Effekt entstehen, bei dem der gezogene Strich breiter ist und der seitlich geschobene Strich fein ist (Dein Muster habe ich nicht öffnen können). Das "Modulieren" des Striches beim Schwingen mit der (eleastischen) Feder entsteht nach meinen Experimenten am besten mit der sogenannten "Stub"-Feder. Du bekommst sie i.d.R. nur bei Goldfedern (14 oder 18 kt), d.h. man muß schon mal mindestens 200 € und mehr hinlegen, oder Du findest noch einen Rotring-Art-Pen oder Lamy hat auch etwas vergleichbares oder spezielle Calligraphy-Sets wie von Sheaffer (alle günstig und mit Stahlfedern).
Bei Goldfedern bietet Waterman (Carene, futuristisches Design!) Stub "serienmäßig" an und die Italiener wie Aurora (Optima, mit Reservetank!), Stipula, Montegrappa, Visconti, bei vielen anderen nur auf Bestellung. Bei MontBlanc haben sie sie glaube ich wieder aus dem Programm genommen, wurden wohl zu wenig angefragt. Limited Editionen werden fast immer nur in F/M/B gefertigt, da lohnen sich zu viele Federvariationen nicht.
Vielleicht hilft Dir das weiter.
Viele Grüße
Winfried