Autor Thema: Ruperts Fegefeuer - Das Unternehmen Richemont (Wirtschaftswoche Nr. 32 - 29.07.04 S.46-48)  (Gelesen 1890 mal)

steiner

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Dieser Artikel beschreibt die aktuelle wirtschaftliche Lage des Unternehmens Richemont zu dem bekanntlich ja auch Montblanc gehört.

Durch das Stocken der Weltwirtschaft, SARS, Irakkrieg usw. kam der Luxusmarkt in den letzten Jahren ins straucheln. Marken die vorher durch jährliche Zuwachsraten von 15-30 % glänzten, müßten teilweise sogar rückläufige Absatzzahlen in Kauf nehmen. Exklusive Shops mussten geschlossen und sogar Mitarbeiter entlassen werden. Produktionsstandorte wurden zusammengelegt und Kosten radikal gesenkt...

Um es vorweg zu nehmen, Montblanc hat die Krise (sicher auch durch die verschiedenen Produktinnovationen) gut überstanden, andere Marken wie Cartier sind schon sehr viel stärker betroffen.

Inzwischen sieht die Lage allerdings wieder besser aus, die Konjunktur zieht (etwas) an, die Verbraucherstimmung ist (zumindest in Deutschland) wieder etwas besser.

Der Artikel ist insofern auch interessant, weil er (für mich) neue Einblicke in die Luxusbranche ermöglicht. Gewinnmargen von 30% scheinen üblich - da wird ein Ebit von 20% schon als Katastrophe angesehen.
Wenn man andererseits bedenkt, dass die großen deutschen Supermarktketten im Lebensmitteleinzelhandel vielleicht eine Gewinnmarge von 1-2% haben, kann man die oben genannten Zahlen etwas besser einordnen.

Zudem wird berichtet, dass die Quartzwerke in den verschiedenen Uhren gerade mal 10 Franken kosten (ich besitze eine Montblanc Uhr mit Quartz-Uhrwerk)!

Dieser Artikel ist wirklich SEHR empfehlenswert - jeder sollte ihn sich mal anschauen.

Die WiWo kann man übrigens kostenlos im Internet lesen, dazu muss man sich lediglich anmelden (kostenlos). Zur WiWo kommt man unter folgendem Link:
http://www.wiwo.de/emagazin

Ansonsten kann man ja einfach mal beim Zeitschriftenhändler in der aktuellen WiWo blättern...

Viele Grüße
Michael