Autor Thema: Fotografica-Pen.  (Gelesen 2797 mal)

hotap

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Fotografica-Pen.
« am: 24. Oktober 2014, 22:20:21 »
Guten Tag.

Mein neuer Liebling ist (endlich) da!
Fotografica-Pen von SC. LUCHT & PROBST

Kleine Vorgeschichte.
Vor vielen, vielen, vielen Monaten bekamen wir die Information dass der bekannte Schreibgerätesammler S.C. Lucht ein Schreibgeräteobjekt plant, das an einen Leica-Fotoapparat erinnern oder daran nachempfunden werden sollte. Gut, „im Geiste“ konnte ich mir darunter nichts vorstellen, vor allem…das Schreibgerät sollte eine „Stanhope“ Fotolinse bekommen.
Stanhope Fotolinse?
Das sagte mir überhaupt nix. Wikipedia war auch nicht so mitteilungsfreudig wie sonst, aber schließlich habe ich auf der Webseite vom „Collegium Ars Scribendi“ die richtige Information bekommen.  Guckst du bitte hier. Ah, so einen ähnlichen Drehbleistift besitzt doch meine Monika auch, Knallgelb und mit Aufdruck „Porta Westfalica“. Ja, alles klar!!!
So was will ich auch haben.

Da wir S. Lucht schon seit 2004 u. a. auch als Mit-Vorstand vom „Collegium Ars Scribendi“ kennen und schätzen gelernt haben, konnten wir darauf vertrauen, das aus seiner Idee Vernünftiges entstehen würde.
Also habe ich damals nicht lange gefackelt und ihm schnell entschlossen mitgeteilt, dass ich gerne ein Exemplar bekommen möchte, wenn es produziert sei und mein selbst gewähltes Budget nicht den Betrag X an Euros überschreitet.
Lange Zeit passierte dann nichts mehr. „Gut Ding will eben Weile haben“.

Jetzt aktuell.
Da ich nicht alles von Webseiten oder Pressemitteilungen abschreiben möchte, hier zwei Links zum selber gucken und lesen. Hier sind Informationen über das Schreibgerät zu finden   und hier eine entsprechende Pressemitteilung.

Mittlerweile befindet sich der Fotografica-Pen, einschließlich Etui, in meinem Besitz. Kurz, ich und Monika sind begeistert.
Diese Stiftform mag ich besonders. Eine klassisch, historische Drehbleistiftform aus den 1920/1930er Jahren nachempfunden, wie ich meine. Genau wie meine „Himmelsscheibe von Nebra“ und „Filcao Mirage“ Kugelschreiber, die ebenfalls diese Form aufweisen und die Drehmechanik der Mine sich am Kopf befindet.

Er kann mit einer Gesamtlänge von ca. 12,6 cm. ungefähr die gleiche Länge/Größe aufweisen, wie Monikas roter 600er Souverän Pelikan Drehkugelschreiber.
Sein Durchmesser beträgt unten am Griffstück ca. 100mm und am oberen Ende ca. 113mm. Gewichtsmäßig zeigt unsere Küchenwaage ca. 28 Gramm an.
Die Mechanik funktioniert tadellos ohne „Murren und Knurren“ - leicht und leise.

Der Korpusüberzug, also die „Soft-Lack-Vulkanit-Oberfläche“ - wie der Hersteller sie nennt - fühlt sich nicht nur „handschmeichlerisch“ an, sie ist wirklich ein Handschmeichler. Mir liegt er sehr gut und angenehm in der Hand, hier fühlen sich meine Finger wohl, rutschen nicht und führen den Stift akkurat übers Papier.
Ich kann mich noch erinnern, als ich zum ersten Mal mit Papas Knipskiste, Anfang der 1960er Jahre, fotografieren durfte, das sich der gleiche Überzug auf der Kamera befand. Soweit ich weiß, war es aber keine Leica.

Eingelegt ist eine „Schmidt Mine P 900“ in M. Ich werde wohl diese austauschen und eine Gelion39 von Schneider einlegen, obwohl mir Monika das eigentlich untersagt hat, denn sie meint, ich solle den Kugelschreiber so nutzen wie er ist. Na, mal schauen…

Im abziehbaren Drehknopf befindet sich die „Stanhope-Fotolinse“ in der sich als Bild eine Ansicht der Spanischen Stadt Malaga befindet. Nämlich der „Paseo Del Parque“. Schön.
Es sollen wohl 23 verschiedene Bilder vorhanden sein.

Auf dem Clip befinden sich der Schriftzug „Fotografica-pen“ sowie ein Kamera-Pictogramm

Wie ich finde, sind alle Materialen, die hier für den Kugelschreiber verbaut worden sind, hervorragend und harmonisch aufeinander abgestimmt.

Fortsetzung folgt…
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2014, 09:10:15 von hotap »

hotap

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Re: Fotografica-Pen.
« Antwort #1 am: 24. Oktober 2014, 22:21:34 »
…Fortsetzung

Das Lederetui aus Rinds-Vollleder, Farbe Nussbraun, wurde vom Hersteller auf den Namen „Bereitschaftstasche“ getauft. Wie die Schutztaschen, in denen sich damals die Fotoapparate wohlfühlten.
Hier zeigt sich, dass bei der Produktion ein Schreibgerätesammler nachgedacht und das Sagen bei der Produktion hatte. Endlich ein Etui, in dem nicht nur das Schreibgerät angeclipt werden kann, sondern vollkommenen Schutz von oben bis unten erhält und dieser Schutz auch gewährleistet ist.

Die Geschenkbox ist einfach aber edel gehalten, wie ich finde. Kein übermäßiger Schnickschnack, aber auch keine 08/15 Einfachproduktion.

Limitiert auf 500 Exemplare, allerdings ohne Nummerierung auf den Schreibgeräten.
Laut Hersteller sollen auch keine weiteren nachproduziert werden, weil es keine Stanhope-Linsen oder die Bilder dafür mehr gibt.

Mein Fazit: Ich habe es nicht bereut, mir dieses Schreibgerät „blind“ zu bestellen und zu kaufen, ohne vorher darüber etwas zu wissen etc.?
Und für einen Preis von unter €300,00 sollen namhafte Hersteller erstmal etwas Vergleichbares herstellen.

Meine bisherigen Kugelschreiberlieblinge haben jetzt ernsthafte Konkurrenz bekommen. Wirklich sehr, sehr ernsthafte Konkurrenz.

Schöne Grüße
Günter

admin

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Re: Fotografica-Pen.
« Antwort #2 am: 26. Oktober 2014, 17:40:33 »
Hallo Günter,

herzlichen Dank für die Infos. Der Fotografica-Pen sieht schon sehr gut aus!

Ich selbst besitze einige (auch teure) Kugelschreiber. Ich merke nur, dass ich eigentlich nie mit Kugelschreiber schreibe ... insofern lieger die "Dinger" bei mir leider nur rum.

Der Fotografica-Pen ist sicher ein toller Kugelschreiber für Foto-Fans! ... und für die ist er ja auch gemacht. Das Produkt ist wirklich schön stimmig.

Was ich nicht nicht verstanden habe, ist das mit der Stanhope-Linse. Heißt das, dass auf der Linse ein Bild ist und man dann unter 23 Motiven wählen kann? ... und wie kann ich mir das Foto denn eigentlich anschauen? Ich muss gestehen, dass ich das bei Dir und auf der Website nicht verstanden habe.

Verstehe ich Dich richtig, dass bereits 2004 über das Projekt gesprochen wurde und Du damals die Kaufentscheidung getroffen hast?

Auf jeden Fall hat Stephan damit einen wirklich hübschen Kugelschreiber entwickelt!

Viele Grüße
Michael

hotap

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Re: Fotografica-Pen.
« Antwort #3 am: 26. Oktober 2014, 19:15:34 »
Hallo Michael,

Ich kenne die Technik auch nicht so richtig, aber das Bild befindet sich nicht auf der Linse, sondern im Inneren.
Der Drehknopf wird abgezogen und diesen dann mit der Linse vor dem Auge halten und in oder auf eine helle Lichtquelle gucken.

Vielleicht hilft ja das hier zum besseren verstehen?

Anderer Erklärungsversuch.
In fast jedem Touristenort gab es zu meiner Kinder- Jugendzeit in Souvenir-Shops jede Menge Krimskrams über den Ort oder spezielle Sehenswürdigkeit. Als Blage bekam ich (fast) immer einen kleinen Plastikkasten geschenkt, der wie ein Fotoapparat aufgemacht war, wenn wir irgendwo mal auf Reisen waren. Auch hier musstest du in eine Linse (beim richtigen Fotoapparat der Sucher) schauen und auf den Auslöserknopf drücken, dann erschienen vor deinem Auge nacheinander meistens ein Dutzend kleine Bilder zum anschauen.

Einen einzigen dieser „Souvenirdinger“ (guckst du bitte Foto) habe ich noch. Den habe ich allerdings nicht als Blage bekommen, sondern mir als erwachsener Mensch 1989 bei den Niagara Fällen in Canada selber gekauft.

Nö, Stephan hat darüber nicht im Jahr 2004 gesprochen – ich kenne ihn nur seit dieser Zeit. Das muss so vor zwei, drei, vier Jahren gewesen sein, als diese Idee in ihm reifte - ohne Gewähr. Ich weiß es nicht mehr genau.

Normalerweise schreibe ich auch nicht viel mit Kugelschreiber. Aber seit es diese sog. Gelminen gibt und ich die Schneider Gelion39 nutze, schreibe ich auch wieder viel mit Kugelschreiber.
Nichtsdestotrotz – Füller ist schöner.  ;)

Schöne Grüße
Günter

admin

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Re: Fotografica-Pen.
« Antwort #4 am: 27. Oktober 2014, 13:07:25 »
Hallo Günter,

herzlichen Dank für Deine Erläuterungen. Ich glaube, jetzt verstehe ich das Prinzip.

Insgesamt gefällt mir das schlichte Design. Die Idee mit der Linse ist zwar nett, aber wohl tatsächlich nicht wirklich der primäre Kaufgrund.

Ich hoffe und wünsche Stephan, dass sich der Kugelschreiber gut verkauft!

Ich selbst bleibe wohl eher bei Füllhaltern.

Viele Grüße
Michael

hotap

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Re: Fotografica-Pen.
« Antwort #5 am: 28. Oktober 2014, 10:04:18 »
Hallo,
ein kleiner Nachtrag, da ich wohl nicht richtig lesen oder hören konnte.
Dieses hier von mir ist nicht korrekt.
Zitat von: hotap
Hier zeigt sich, dass bei der Produktion ein Schreibgerätesammler nachgedacht und das Sagen bei der Produktion hatte. Endlich ein Etui, in dem nicht nur das Schreibgerät angeclipt werden kann, sondern vollkommenen Schutz von oben bis unten erhält und dieser Schutz auch gewährleistet ist.
Das der Schreibgerätesammler bei der Produktion des Fotografica-Pen und dem Etui nachgedacht hat, ist korrekt und bleibt so stehen.
Nicht korrekt, wie von mir geschrieben, ist es, dass das Schreibgerät angeclipt werden kann. Denn dadurch kann die Oberfläche des Leders Schaden nehmen. Also bitte nicht nachmachen.

Sondern…
Zitat
das Etui verfügt über eine Kamera-Prägung mit einem ausgestanzten Objektiv, aus dem die wunderschöne Kamera-Rändelung des Drehknopfes zu sehen ist.

Schöne Grüße
Günter


hotap

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Re: Fotografica-Pen.
« Antwort #6 am: 03. November 2014, 11:42:49 »
Hallo zusammen,

ich bin es schon wieder…  :)
Hier mal ein Foto von meiner Malaga Ansicht, die sich im Drehknopf befindet.
Ein guter Freund hat mal versucht, ein einigermaßen ordentliches Foto davon zu „knipsen“. Quasi durch und von Fotolinse auf Fotolinse.

Schöne Grüße
Günter

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Re: Fotografica-Pen.
« Antwort #7 am: 03. November 2014, 23:35:23 »
Hallo Günter,

sehr interessant! Vielen Dank für das Foto!!!

Viele Grüße
Michael